Housekeeping-Projekt

Mittwochsnachmittags geht’s ins Hotel

An drei Mittwochnachmittagen im Februar und März besuchen zirka 250 Auszubildende zur Hotelfachfrau/zum Hotelfachmann zusammen mit ihrer Lehrkraft ein Hotel in Frankfurt. Ihre Mission: Die Kunst des Zimmercheckens von der Pieke auf zu erlernen. Begrüßt werden die angehenden Hotelfachleute im zweiten Ausbildungsjahr von der Hausdame der Hotels. In einem Vortrag von der Fachfrau oder dem -mann erfahren die Azubis dann alles Wichtige zu den Themen Outsourcing, Personalplanung oder Budgetierung. Anschließend können die jungen Frauen und Männer unter Anleitung der Hausdame ihre Fähigkeiten im Zimmerchecken selber unter Beweis stellen. Sie kontrollieren ein vorher präpariertes Zimmer auf Sauberkeit, Vollständigkeit und Funktionalität. Dabei erhalten sie viele Tipps aus der Praxis, die hilfreich für die bevorstehenden Abschlussprüfungen sind.

„Das Housekeeping-Projekt der Frankfurter Hotel Alliance, einem Zusammenschluss von mittlerweile 56 Hotels in Frankfurt, und unserer Schule findet nun schon zum fünften Mal statt“, freut sich Ulrike Schepers, Fachlehrerin und Koordinatorin für Fachpraxis an der Bergiusschule. Sie hat die Lernortkooperation 2012 mit begründet und seitdem zahlreiche Schülerinnen und Schüler in die unterschiedlichen Hotels begleitet.

Nicola Flender und Michelle Martun, zwei Auszubildende, die in diesem Jahr am Housekeeping-Projekt teilgenommen haben, berichten über ihre Eindrücke und Erfahrungen.

Sabine Stubbe

Wie checkt man ein Hotelzimmer richtig?

Für die Hotelfachklassen des zweiten Lehrjahres der Bergiusschule drehte sich am 8. März 2017 alles um das Thema Housekeeping, genauer gesagt, wie checkt man ein Zimmer richtig?

Bei diesem Projekt bekamen die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, in verschiedenen Hotels in Frankfurt mit einer leitenden Hausdame den Vorgang des Zimmercheckens zu üben, als Vorbereitung auf die anstehende Abschlussprüfung im kommenden Jahr.

Dabei durfte meine Gruppe Einblicke in das Intercity Hotel am Frankfurter Flughafen gewinnen. Dieses Hotel besitzt 360 Zimmer und ist bereits 18 Jahre alt, was in diesem Hotel keineswegs zu merken war. Als außergewöhnlich empfand ich ebenfalls, dass es in das Flughafengelände integriert ist und auf dem Dach eine große Bienenkolonie ihr zuhause gefunden hat, welche den hauseigenen Honig produziert.

Bei Ankunft wurden wir von der leitenden Hausdame, Frau Krienke, sehr freundlich in Empfang genommen und gingen anschließend in einen Meetingraum. Zunächst hielt Frau Krienke dort einen Vortrag über Outsourcing. Dies beschreibt die Ausgliederung bisher selbst abgewickelter betrieblicher Funktionen und ihrer Übertragung an Unternehmensdritte. Darunter konnten wir uns alle bereits etwas vorstellen, doch Frau Krienke machte uns einmal mehr deutlich, dass es mit sehr viel Aufwand verbunden ist und auch einige Nachteile mit sich zieht.

Im Anschluss besprachen wir für das nun kommende Zimmerchecken, anhand unserer im Unterricht vorbereiteten Checklisten, die wichtigsten Punkte, auf die zu achten ist. Ebenfalls gab es für uns auch Tipps bezüglich Formulierungen, welche für die Prüfung sehr vorteilhaft sein könnten.

Nach einer kurzen Pause mit einer kleinen Stärkung, ging es dann weiter zum praktischen Teil.

Im Zimmer haben die leitende Hausdame und ihr Team ein paar Fehler für uns eingebaut, wie zum Beispiel falsche Kleiderbügel, gezogenen Stecker oder liegengebliebene Gegenstände, welche wir beim Checken finden sollten.

Wir teilten das Zimmer in kleine Abschnitte ein, sodass die Hausdame jedem individuelle Tipps und ein Feedback geben konnte.

Als Abschluss durften wir noch Einblicke in die restlichen Gegebenheiten des Hotels erlangen und bekamen von Frau Krienke noch eine Zusammenfassung aller Informationen des heutigen Tages inklusive einer Checkliste überreicht.

Ich denke, ich kann für alle sprechen, wenn ich sage, dass es uns als Vorbereitung auf die Abschlussprüfung „Zimmer checken“ sehr geholfen hat, dieses einmal sehr ausführlich durchzugehen. Weiterhin bin ich sehr dankbar, dass sich Frau Krienke die Zeit für uns genommen hat, für alle Fragen stets offen war und diese immer sehr freundlich und ehrlich beantwortete.

Nicola Flender (Text), Vanessa Thyssen (Fotos), Klasse 11HM3

Housekeeping für Fortgeschrittene

Hotels bieten Einblick in alle Facetten der HSK-Abteilungen

Einige HoFa-Klassen der Bergiusschule Frankfurt hatten dieses Jahr die Chance, verschiedene Hotels in Frankfurt zu besuchen. Der Nachmittag wurde in zwei Abschnitte aufgeteilt:
Der erste Teil des Meetings war ein Vortrag der Housekeeping-Abteilungsleiter. Die Themen waren:

  • Dienstpläne erstellen sowie allgemeine Personalplanung
  • Budgetierung
  • Outsourcing

Der zweite Teil des Hotelbesuches war ein Zimmer-Check, bei dem genau erklärt wurde, was bei Bleibe- und Abreisezimmern zu beachten ist. Dies war nicht nur interessant für diejenigen, die sich sowieso für den Bereich Housekeeping interessieren, sondern auch eine gute Vorbereitung für die Abschlussprüfung der Hotelfachleute.

Die HoFa-Auszubildenden bedanken sich bei allen Hotels und ihren Mitarbeitern, die uns durch diesen Nachmittag geführt haben.

Einige Schülerinnen und Schüler der Klasse 11HF6 besuchten das Leonardo Royal Hotel in Sachsenhausen. Dort wurden sie zuerst von der ersten Hausdame, Frau Klein, begrüßt. Anschließend gab es eine kleine Kennlernrunde. Das Thema Dienstplanerstellung und Personalplanung stand an diesem Nachmittag im Vordergrund.

Frau Klein erklärte den Schülern, wie wichtig es ist, mathematische Berechnungen in die Planung mit einzubeziehen, sowohl für das Personal als auch für den Dienstplan. Bei der Personalplanung ist zum Beispiel auf folgendes zu achten:

  • zu reinigende Zimmeranzahl
  • Aufwand/Reinigungszeit pro Zimmer
  • Öffentliche Bereiche
  • durchschnittliche Auslastung des Hotels
  • Arbeitsschichten
  • Kontrollzeit

Und auch bei der Erstellung des Dienstplans ist auf einiges zu achten, wie zum Beispiel:

  • Arbeitsschichten
  • Durchschnittliche Auslastung des Hotels
  • Wünsche und Ausgänge
  • Urlaub des Personals
  • Überstunden
  • Krankheitsfälle
  • Schulzeit der Auszubildenden
  • Check In und Check Out-Zeiten

Die Auszubildenden konnten viele Fragen stellen, welche Frau Klein kompetent beantworten konnte. Auch einen eigenen Dienstplan konnten die Schüler schreiben. Zum Schluss konnten die Schüler abwechselnd mit Hilfe von Frau Klein ein Zimmer des Leonardo Royal Hotels nach Ordnung und Sauberkeit checken. Auch da machte Frau Klein nochmals deutlich, wie wichtig es ist, das Kontrollieren des Zimmers geplant anzugehen.

Drei goldene Regeln sind dafür nötig:

  • von rechts nach links, oder umgekehrt (Hauptsache in eine Richtung)
  • von oben nach unten
  • von innen nach außen

Zum Schluss konnten noch letzte Fragen geklärt werden, bevor sich alle auf den Heimweg gemacht haben.

Michelle Martun, Klasse 11HF6