Es tut sich was im essbaren Schulgarten

Jury wird mit Spannung erwartet

An einem sonnigen Dienstag im April kündigt sich Besuch auf dem Schulhof der Bergiusschule an. Mitarbeiter von „Umweltlernen in Frankfurt e.V. – Nachhaltigkeit lernen“ entladen ihren Kleintransporter vor unserem „Essbaren Schulgarten“. Kurze Zeit später fragt sich der interessierte Betrachter: „Was entsteht da denn für ein Holzgerüst?“.

Markus Steinmetz, Fachlehrer und Koordinator, weiß die Antwort: „Das ist ein Rankgerüst für Weinreben.“ Zusammen mit der Klasse 10BFS2 der Berufsfachschule hat er nach Fertigstellung des Gerüstes die Rebsorten Müller-Thurgau, Riesling und Spätburgunder gepflanzt. „Riesling und Spätburgunder liefern die absoluten Spitzenweine im Rheingau, Müller-Thurgau ist eine Volumensorte“, erläutert der Restaurantmeister und wird nun gemeinsam mit seinen Schülerinnen und Schülern gespannt das Gedeihen der Reben auf dem Schulhof beobachten.

Aber das ist längst nicht alles, was neuerdings im Schulgarten wächst beziehungsweise bald sprießen wird: Angehende Restaurantfachleute der Klasse 11RF1 haben sich zusammen mit ihrer Lehrkraft Juliane Bergmann dem Thema „Pflanzen mit Migrationshintergrund: Neophyten im Kräuterbeet?“ beschäftigt und für mehr Farbe im Schulgarten gesorgt.

Auszubildende zur Fachkraft im Gastgewerbe haben sich mit ihrem Fachlehrer Jan Skrodzki dem Thema „Die Kräuter wollen hoch hinaus – Bau und Bepflanzung einer Kräuterspirale“ gewidmet. Mit ganzem Körpereinsatz haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse von Susanne Allert (10FK2) in Kooperation mit dem Grünflächenamt eine Kräuterspirale gebogen, gehämmert, gesteckt und anschließend mit einer Kräutervielfalt bepflanzt. Der Stolz nach getaner Arbeit zeigt sich in den glücklichen Gesichtern der Schülerinnen und Schüler der Klasse.

Aber auch unter der Erde tut sich einiges. Die Schülerinnen und Schüler des aktuellen Bildungsgangs zur Berufsvorbereitung (BzB) haben zusammen mit Fachlehrer Skrodzki das Projekt „Vom Acker auf den Teller – rund um die Kartoffel“ ihrer Vorgängerklassen weitergeführt und neue Kartoffeln gepflanzt. Die Ernte der Erdäpfel werden sie im kommenden Herbst wiederum ihrer Nachfolgerklasse überlassen.

Alle Akteure zusammen werden mit ihren Projekten rund um den „Essbaren Schulhof“ am Umweltwettbewerb „1822-Schule und Natur“ der Stiftung der Frankfurter Sparkasse 1822 teilnehmen. Am 24. Mai 2018 wird es noch einmal spannend für alle beteiligten Schülerinnen und Schüler: An diesem Tag werden sie ihre Arbeiten der Stiftungsjury präsentieren. Die Schulgemeinde drückt ihnen dafür natürlich die Daumen.