„Brot und Wasser stillen den Hunger jedes Menschen, aber unsere Kultur hat die Gastronomie erfunden“, stellte schon Honoré de Balzac fest. Und er hatte Recht. Am 12. Juni 2026 haben Auszubildende im zweiten Lehrjahr der Bergiusschule im Rahmen von „Sterne über Frankfurt“ gezeigt, was Gastronomie und Kultur so können.
Im Gesellschaftshaus des Palmengartens präsentierten sie ihr Können und bewiesen, dass sie den Sterneköchen schon bald das Wasser reichen können. David Fischer und Mario Lohninger haben mit den Schülerinnen und Schülern ein Vier-Gang-Menü erarbeitet, bei welchem ein Gang besser war als der andere. Kredenzt wurde Tostada mit Jalapeño-Sauce und Gelbschwanzmakrele, gefolgt von perfekt gebeiztem Lachs. Im Anschluss daran durften wir die drittbeste Pastete Europas probieren, welche die Auszubildende Liv Geller kreiert hat und die sogar prämiert ist. Danach kamen wir in den Genuss von Mario Lohningers Signature-Rind und einem unglaublich zarten Kartoffelpüree. Zum Abschluss gab es Pavlova mit Erdbeeren und Basilikum.
All diese Köstlichkeiten wurden von unseren Schülerinnen und Schülern an verschiedenen Kochinseln hergestellt und durch Auszubildende des Restaurantfaches serviert, die von Kerstin Acker angeleitet wurden. Die Aufregung und die Anstrengung, die die Schülerinnen und Schüler gefühlt haben, waren niemandem anzumerken. Hochprofessionell und freundlich haben alle gearbeitet, während wir Gäste feiern und einfach nur genießen konnten.
Die Schülerinnen und Schüler haben es geschafft, einen perfekten Abend zu gestalten und uns definitiv mehr als Brot und Wasser zu bieten, wobei es beides natürlich gab und auch das hervorragend gewesen ist. Ich bin mir ganz sicher, dass Frankfurts Sterne der Bergiusschule noch vieles vor sich haben. Also, Michelin-prämierte Spitzenköche, nehmt euch in Acht: Der Nachwuchs mag zwar mit kleinen Brötchen, beziehungsweise an diesem Abend mit kleinen Brotstangen begonnen haben, aber die Butter vom Brot lässt sich hier niemand mehr nehmen.
Text & Fotos Wiebke Beckmann






