Georg Peter ist seit 18 Jahren Abteilungsleiter für die Vollzeitschulformen an der Bergiusschule. Noch bis zum 31. März können sich Interessierte für den Besuch der Fachoberschule anmelden. Wir haben Georg Peter befragt, für wen diese Schulform geeignet ist und was wichtig zu wissen ist, wenn man unsicher ist, ob die FOS das Richtige für einen ist.
Herr Peter, was ist das Besondere an der Fachoberschule und wer kann sich bewerben?
Georg Peter: Die Fachoberschule, oder kurz FOS, ist eine studienqualifizierende zweijährige Schulform und interessant für alle, die nach ihrem mittleren Abschluss Lust und Energie haben und sich vorstellen können, nach der Schule ein Studium anzuschließen. Im ersten Jahr hat man an zwei Tagen in der Woche Unterricht in der Schule und absolviert an den anderen drei Tagen ein Praktikum. Im zweiten Jahr ist man dann jeden Tag hier bei uns in der Bergiusschule am Frankensteiner Platz und schließt diese dann mit den zentralen Prüfungen zur allgemeinen Fachhochschulreife, dem Fachabi, ab.
Wer bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung absolviert hat, kann die einjährige FOS, die Form B, besuchen und hat dann schon nach einem Jahr das Fachabi in der Tasche. Natürlich nur dann, wenn das Jahr in der Schule erfolgreich war (schmunzelt). Im Ernst: Die FOS B bietet als Qualifizierung für jeden Bachelorstudiengang eine gute Chance, eine andere berufliche Laufbahn einzuschlagen.
Sie bieten an der Bergiusschule sowohl die FOS A (zweijährig) als auch die FOS B (einjährig), beide mit dem Schwerpunkt Ernährung an. Wenn ich mich für den Besuch der FOS interessiere, wie wichtig ist die Auswahl des Schwerpunkts?
Der Schwerpunkt sollte nach meiner Einschätzung kein Ausschlusskriterium sein. In unseren FOS-Klassen haben wir jedes Jahr auch Schülerinnen und Schüler, die mit dem Thema Ernährung in vorangegangenen Schulen wenig oder auch gar nicht in Berührung gekommen sind. Wichtig ist, wie gut sich jemand bei uns aufgehoben und begleitet fühlt. Unsere FOS-Klassen werden von festen Lehrkraftteams unterrichtet, die viel Erfahrung haben und Schülerinnen und Schüler gut unterstützen.
Auch sehen wir, dass sich immer mehr junge Menschen Gedanken über ihre Ernährung, Fitness und Gesundheit machen. Auch das Interesse an klimafreundlichen Ernährungsformen steigt. Wer die FOS mit dem Schwerpunkt Ernährung besucht, erweitert also nicht nur seine persönlichen Kompetenzen in Punkto Auswahl von Lebensmitteln und kann gut entscheiden, welche Ernährungsweise für sich selbst, für alle Familienmitglieder und Freunde die beste ist. Sie oder er erwirbt darüber hinaus eine allgemeine Fachhochschulreife und ist damit an den Hochschulen in Hessen mit Ausnahme einiger weniger Studiengänge, wie zum Beispiel Medizin, Jura und Pharmazie, frei in der Wahl eines Studiums.
Was raten Sie Schülerinnen und Schülern, die unsicher sind, ob die Fachoberschule die richtige Wahl für sie ist?
Mein Tipp: Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin zur Hospitation im Unterricht. So können Sie sich einen guten Einblick über Unterrichtsinhalte verschaffen, die Atmosphäre in der Bergiusschule kennenlernen und sich mit Schülerinnen und Schülern austauschen, die aktuell die FOS besuchen.
Und: Sie sind natürlich herzlich zu unserem FOS-Infoabend eingeladen. Der nächste findet am 3. März statt. Anmelden kann man sich über diesen Link.
Und wenn man sich schon sicher ist: Wie kann man sich für die FOS anmelden?
Das geht entweder über die abgebende Schule, zum Beispiel die Real- oder Gesamtschule, in der man aktuell die 10. Klasse besucht, oder direkt bis zum 31. März: Hier geht’s zum Anmeldeformular.
Herr Peter, vielen Dank für das Gespräch!
Interview Sabine Stubbe
Foto KI






