Frankfurt, Mittwochmorgen, Nieselregen, 3 °C: Die Klasse 10BFS1 trifft sich vor dem Senckenberg Naturmuseum. Statt Biologieunterricht im Klassenraum steht heute der Besuch der Ausstellung „Gehirne“ auf dem Programm. Sie widmet sich dem wohl komplexesten Organ, das die Natur je erschaffen hat. Schon auf dem Weg dorthin entdecken die Schülerinnen und Schüler beeindruckende Exponate. „Ich habe zum ersten Mal im Leben einen echten Bären gesehen“, sagt Dima. Aber auch die zwei großen Strauße, das Bison und der Gorilla entlocken den Schülerinnen und Schülern zahlreiche „Aahs“, „Oohs“ und „Guck mal, die da!“. „Fast alle Tiere haben mich beeindruckt und die anzuschauen macht richtig viel Spaß“, findet Maya. Christelle schlägt beim Anblick der tropischen Echsen vor, im Sommer dem Frankfurter Zoo einen Besuch abzustatten.
Die Gruppe zieht weiter und erreicht den Raum, in dem die Denkorgane ausgestellt sind. Sausan betrachtet aufmerksam, wie Gehirn und Rückenmark miteinander verbunden sind. Estefany ist davon fasziniert, „wie verschieden die Gehirne von Menschen und Tieren sind“. Juwairiyah betrachtet derweil das große Modell einer Nervenbahn und erklärt ihrer Lehrerin, wie Nervensignale weitergeleitet werden.
Während sich Oualid, Kai und Luka auf den Weg in die noch wenig erforschte Tiefsee machen, wo unter anderem Riesenkalmare auf sie warten, folgen die Schülerinnen den „Aha?!“-Schildern und landen in der Forschungswerkstatt im Untergeschoss. Maya, Karla, Yasemin und Juwairiyah entdecken sofort die Stereomikroskope und betrachten Hummeln, Gartenkreuzspinnen sowie Hai- und Schlangenhaut. „Hier in der Forschungswerkstatt dürft ihr gerne alles erkunden und auch Exponate anfassen“, erklärt ein sehr freundlicher Museumsmitarbeiter. „Habt ihr schon mal einen Fuchs oder Waschbären gestreichelt?“, fragt Sozialpädagogin Amrei Salge. Die Jugendlichen können kaum glauben, wie weich so ein Fuchsfell ist und wie glatt sich die Pfoten von Waschbären anfühlen.
Am Ende sind sich alle einig: Der Museumsbesuch hat sich gelohnt. „Alles war krass hier“, bringt Yasemin es auf den Punkt. Eine andere Schülerin fügt hinzu: „Und ich dachte, Gehirne sind doch gar nicht so interessant…“.
Text Sabine Stubbe
Fotos Estefany Quintana Sedinia, Juwairiyah Zaw (auch Video), Karla Schöneweis, Yasemin Bezimyer(10BFS1)















