Er ist Oecotrophologe und Ernährungsökonom und seit Beginn dieses Schuljahres neu im Lehrkräfte-Team der Bergiusschule: Clemens Bachmann. Wir haben ihm ein paar Fragen gestellt, um ihn noch besser kennenzulernen. Hier kommen seine Antworten.
Herr Bachmann, Sie sind neu an der Bergiusschule, aber nicht neu im Lehrerberuf. Was hat Sie nach Frankfurt und an die Bergius „gelockt“?
(Lacht) Ja, tatsächlich bin ich schon seit zehn Jahren im Lehrerberuf tätig und habe in drei Bundesländern unterrichtet: Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen. Für einen Wechsel nach Frankfurt sprach vieles: berufliche Perspektiven, eine Festanstellung und nicht zuletzt der gute Ruf der Bergiusschule; die gute Ausstattung, ein engagiertes und nettes Kollegium und die Vielzahl an Ausbildungsberufen.
Was unterrichten Sie und was begeistert Sie daran?
Ich unterrichte Fleischerinnen und Fleischer sowie Bäckerinnen und Bäcker im Lernfeldunterricht, Hotelfachfrauen und -männer im Unterrichtsfach Politik und Wirtschaft und Köchinnen und Köche sowohl in Ernährung als auch in PoWi. Mich begeistert alles, was mit Ernährung zu tun hat. In meinem Unterricht kommt es mir besonders auf eine Grundbildung fürs Leben an. Dazu gehören unter anderem die Rechte und Pflichten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern und natürlich die Demokratiebildung.
Haben Sie vor Ihrem Studium eine Ausbildung absolviert?
Nein, Azubi war ich nicht, aber Praktikant. Unter anderem in einer Brauerei und einem veganen Restaurant in Gießen. Meistens in der Küche und im Service, aber während der Pandemie haben wir sogar den ganzen Laden umgebaut. Da kam mir dann zugute, dass ich vorher schon in einem Planungsbüro Großküchen geplant hatte.
Gibt es eine Ausbildung, die Sie heute reizen würde?
(Überlegt kurz) Ich bin super gerne Lehrer. Aber ja, wäre ich das nicht geworden, wäre ich jetzt wahrscheinlich Zimmermann und Dachdecker. Ich liebe den Umgang mit Holz und Naturprodukten und insbesondere reizt mich das Arbeiten mit Lehm. Meine Familie und ich leben in einem alten Haus auf dem Land, mit viel Fachwerk. Da gibt es immer was zu tun (lacht) und ich kann meine zweite Passion in meiner Freizeit voll ausleben.
Können Sie sich an ein Highlight aus Ihrer eigenen Schulzeit erinnern?
Da fällt mir mein Geschichtslehrer ein. Der hatte eine gute Unterrichtsstruktur, war aber gleichzeitig sehr locker und hat uns mit seiner besonderen Art von Humor oft zum Lachen, aber auch zum Nachdenken gebracht.
Was ist für Sie das Wichtigste, das Sie Ihren Schülerinnen und Schülern fürs Berufsleben mitgeben möchten?
Bleibt positiv, auch wenn es mal länger eher schlechte Nachrichten gibt. Sucht eure Lücke, probiert euch immer wieder aus und traut euch was zu. Wenn ihr eine gute Idee habt, setzt sie um, wagt euch in die Selbstständigkeit. Und bildet euch immer fort.
„Genussvoll, weltoffen und zukunftsorientiert“ – dafür steht die Bergiusschule. Welchen persönlichen Bezug haben Sie zu diesem Motto?
Ich würde mich als weltoffen und zukunftsorientiert bezeichnen, aber insbesondere liebe ich gutes Essen. Damit kriegt man mich immer.
Und wobei können Sie so richtig gut abschalten und die Zeit vergessen?
Beim Laufen im Wald und über Felder. Laufen macht den Kopf so richtig frei. Bis vor Kurzem hat mich dabei unser Hund Lars, ein Retriever-Hovawart, begleitet. Aber Lars ist jetzt dreizehn, ruhiger geworden und genießt sein Leben als Pensionär. Davor war er Schulhund. Aber auch beim Kraftsport oder Calisthenics kann ich gut abschalten. Früher hatte ich dafür mehr Zeit. Jetzt ist mein kleiner Sohn meine 13-Kilo-Hantel … (lacht).
Stellen Sie sich eine perfekte Schulpause vor. Was darf dabei auf keinen Fall fehlen?
Ein leckerer Kaffee – kein Pad-Kaffee (grinst). Am liebsten Milchkaffee, auch gerne mit Hafermilch. Und zur idealen Pause gehört für mich auch etwas zu essen. Wenn ich wählen kann, lieber ein herzhafter als ein süßer Snack.
Ein Essen, ein Getränk und ein Ort: Wie sieht Ihr perfekter Feierabend aus?
Zu einem perfekten Feierabend gehören für mich eine selbstgemachte Pizza, dazu trübes, nicht filtriertes Bier aus einer Hausbrauerei, in netter Gesellschaft auf unserer Terrasse im Garten.
Vielen Dank für das Interview, Herr Bachmann. Schön, dass Sie nun Teil des Bergius-Lehrkräfteteams sind!
Interview & Foto Sabine Stubbe






