„Einatmen, ausatmen … und jetzt alle mal bitte mit voller Stimme: Guten Tag, ich heiße …!“ sagte Friederike Schreiber vom Theater Grüne Sosse und startete so am Mittwochmorgen den theaterpädagogischen Workshop „Atem, Stimme, Präsenz“ in der BzB-Klasse.
Ziel war es, die Schülerinnen und Schüler fit zu machen für Vorstellungsgespräche – und das auf kreative und praxisnahe Weise. Zunächst ging es ganz locker los: Wie klingt eigentlich meine Stimme, wenn ich mich selbstbewusst vorstelle? Und wie, wenn ich unsicher bin? In kleinen Experimenten lernten die Schülerinnen und Schüler, dass man mit Haltung und Tonlage schon vor dem ersten Satz Eindruck hinterlässt.
Danach wurde es spielerisch: Ein Konzentrationsspiel begleitet von flotter Musik brachte alle ordentlich in Schwung – denn Aufmerksamkeit ist schließlich das A und O, wenn man im Gespräch den Überblick behalten will.
In Kleingruppen ging es dann richtig ans Eingemachte: Gemeinsamkeiten finden, Alleinstellungsmerkmale entdecken und Stärken erkennen. Wer wusste schon vorher, dass das eigene Hobby oder eine scheinbar kleine Eigenart genau das sein kann, was einen bei einem Bewerbungsgespräch interessant macht?
Zum Abschluss wurde das Gelernte mit einem Augenzwinkern auf die Probe gestellt: In Dreiergruppen wurde das „vollkommen missglückte Vorstellungsgespräch“ aufgeführt – inklusive Nuscheln, Augenrollen, Chips essen, Handycheck und nervösem Kichern. Das sorgte nicht nur für viele Lacher, sondern zeigte auch eindrucksvoll, wie man es nicht macht.
Am Ende stand fest: Lampenfieber gehört dazu, aber mit etwas Übung, bewusster Haltung, klarer Stimme und einer guten Vorbereitung kann jedes Vorstellungsgespräch zur gelungenen kleinen Bühne werden. Und wer weiß – vielleicht heißt es für die BzB-Schülerinnen und Schüler bald nicht nur „Vorhang auf!“, sondern auch „Sie haben den Ausbildungsplatz!“.
Text Amrei Salge
Foto Andreas Glöckner auf Pixabay






