Fachschule

Fachschulen sind Einrichtungen der beruflichen Weiterbildung. Die Bildungsgänge in den unterschiedlichen Fachbereichen schließen an eine berufliche Erstausbildung und an erworbene Berufserfahrungen an. In unterschiedlichen Organisationsformen des Unterrichts (Vollzeit- oder Teilzeitform) führen sie zu einem staatlichen Berufsabschluss nach Landesrecht. Darüber hinaus werden Ergänzungs- oder Aufbaubildungsgänge sowie Maßnahmen der Anpassungsweiterbildung angeboten.

Einjährige und Zweijährige Fachschulen

Die Fachschulen bauen in ihren Studieninhalten auf beruflichen Erstausbildungen und beruflichen Erfahrungen auf. Didaktisch und methodisch orientiert an den spezifischen Bedürfnissen ihrer Studierenden stehen die Vermittlung von Wissen um betriebliche Zusammenhänge sowie Managementkompetenz im Vordergrund. Diese Entwicklung von Fach- und Führungskompetenz soll die Absolventinnen und Absolventen für Aufgaben im mittleren Management oder auf die unternehmerische Selbstständigkeit vorbereiten.

Die Einjährigen Fachschulen sind in Fachrichtungen, die Zweijährigen Fachschulen sind in Fachrichtungen und Schwerpunkte gegliedert. Voraussetzung für die Aufnahme in die Ein- und Zweijährige Fachschule in Vollzeit- oder Teilzeitform ist das Erlernen eines nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung oder dem Recht der Länder anerkannten und für die Zielsetzung der jeweiligen Fachrichtung einschlägigen Ausbildungsberufs; außerdem wird eine entsprechende Berufstätigkeit von mindestens einem Jahr sowie der Abschluss der Berufsschule vorausgesetzt. Bei Zweijährigen Fachschulen in Teilzeitform kann die erforderliche „entsprechende Berufstätigkeit“ während der Fachschulausbildung abgeleistet werden.

Der Unterricht in der Zweijährigen Fachschule kann in Vollzeitform (zwei Jahre) oder in Teilzeitform (drei bis vier Jahre) durchgeführt werden. Ein Wechsel der Organisationsform ist nach dem ersten Ausbildungsabschnitt möglich.

Die Ausbildung schließt mit einer staatlichen Prüfung ab, die folgende Berufsbezeichnungen verleiht: „Staatlich geprüfte/r Techniker/in“. Mit dem erfolgreichen Fachschulabschluss und einer Zusatzprüfung kann die Fachhochschulreife erworben werden. Nach ihrer Teilnahme am Unterricht im Fach Berufs- und Arbeitspädagogik können Studierende zudem die Ausbildereignungsprüfung ablegen.