Zwischen belgischen Fritten und holländischen Stroopwafels – ein erinnerungswürdiger Trip nach Brüssel und Amsterdam

Am Montag hat unsere Klassenfahrt nach Brüssel und anschließend Amsterdam begonnen. Mit dem Bus ging es von der Bergiusschule nach Brüssel in das Meininger Hotel im Stadtteil Molenbeek. Nach dem Einchecken fuhren wir mit Frau Haas, Herrn Guse und Herrn Peter zum Atomium: Ein riesiges Kunstwerk, welches für die EXPO 58 erbaut wurde. Bevor wir auf die Aussichtsplattform hochfuhren, besuchten wir noch das Design-Museum „ADAM“. Von der Aussichtsplattform hatte man einen Blick über ganz Brüssel, der wirklich atemberaubend war.

Vom Atomium fuhren wir mit der Metro in die Innenstadt zum Grand Place. Auf dem Weg sahen wir noch den Brunnen Manneken Pis, ein berühmtes Wahrzeichen der Stadt, an. Abends ging es dann wieder zurück in das Hotel, nachdem wir uns noch von dem Charme der Brüsseler und vor allem von einem großartigen Sänger in der Altstadt verzaubert lassen hatten.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach dem Frühstück zusammen in eine Schokoladen-Manufaktur. Diese stellt aus einer Rohmasse Pralinen, Trüffel und Tafeln her. Das Highlight war für die meisten, dass wir alles probieren durften. Drei meiner Jahrgangskollegen durften sogar unter der Anleitung der designierten Chocolatier-Meisterin Carmen selbst Pralinen herstellen. Im Anschluss daran kaufte jeder noch eine Kleinigkeit in dem Shop, in dem es unter anderem Schokoladen-Würfel mit Amaretto, Tafeln aller Art oder die Pralinen gab.

Von der Manufaktur fuhren wir mit der Metro zum Europäischen Parlament. Dort hielt und uns Pavel Cernoch einen Vortrag, bevor wir auch einen Blick in den Plenarsaal werfen konnten. Nachmittags hatten wir Freizeit. Meine Gruppe fuhr noch einmal zurück in die Altstadt, um eine Waffel und die berühmten belgischen Pommes zu probieren. Wussten Sie, dass die Belgier auch ihre Paddys für Burger frittieren? Abends trafen wir uns noch unten im Hof, um den letzten Abend in Brüssel ausklingen zu lassen. Es wurde ein insgesamt amüsanter Abend, sowohl für LehrerIn als auch für SchülerInnen.

Am Mittwoch waren alle bereit, um 9 Uhr mit dem Bus nach Amsterdam gebracht zu werden. Nachdem die Zimmer bezogen worden waren, fuhren wir mit dem Sprinter vom Bahnhof Sloterdijk in die Innenstadt, um mit einem der Touristen-Boote eine Grachtenfahrt zu unternehmen. Diese war wirklich interessant, wir konnten unter anderem über die Einwohner und deren Geschichte eine Menge lernen. Mit einer kleinen Gruppe ging es im Anschluss daran mit der Fähre auf die andere Seite über den IJ zum I am-sterdam-Schriftzug. Anschließend probierten wir auf Anraten von Herrn Guse noch das „Bret“ aus, ein Burger-Laden mit Craft Beer.

Der Donnerstag stand ganz unter dem Motto ‚Essen und Trinken‘. Am Vormittag waren wir auf einem riesigen Wochenmarkt, dem bekannten Albert Cuyp Markt in der Innenstand, auf dem es alles von Fisch über Souvenirs, bis hin zu Kleidung gab. Besonders die Schokoladen-Kunstwerke waren faszinierend. Unsere nächste Station waren die sogenannten Foodhallen, dort gab es so viel Essen, dass man sich gar nicht entscheiden konnte, was man als erstes probieren sollte. Ich entschied mich für die Sommerrollen, hätte aber am liebsten alles probiert, was es dort gab. Am besten war allerdings die Gin Tonic-Bar. Nach dem Essen suchten wir alle unterschiedliche Orte auf. Unsere LehrerIn und ein paar SchülerInnen besuchten beispielsweise das Museum für Moderne Kunst. Die meisten zogen es jedoch vor, in die Innenstadt oder das Rotlichtviertel zu fahren.

Gegen 17 Uhr stand auch schon der nächste Ausflug auf dem Plan: Eine Tour durch die ehemalige Brauerei Heineken, die heute ein beliebter Ausflugsort ist. Das Spannendste für die meisten war wahrscheinlich das Gratisbier, obwohl für mich persönlich der Pferdestall der Brauerei doch noch weiter oben stand. Im Museum gab es Informationen zur Geschichte, zur Entstehung des Bieres und warum es so besonders ist. Am aufregendsten war das 4D-Kino. Dort standen wir auf ruckelnden Platten und vor uns lief ein Film über die Abfüllung und Verpackung des Bieres. Von einer der Mitarbeiterinnen ist uns erklärt worden, was das Bier für Eigenschaften aufweisen sollte, um gut zu sein. Bei Heineken sind das die goldene Farbe, der Schaum, der das Bier schützt, der herbe Geruch und der Geschmack. Zu Fuß ging es nachher in ein indonesisches Restaurant, in dem wir (fast) alle zusammen köstlich dinierten.

Am Freitag ließen wir die Woche gemütlich und entspannt am Strand von Bloemendaal ausklingen. Ein paar mutige Schüler waren im Wasser, dem Rest war es zu kalt. Abends gingen ein paar Schüler nochmal mit Herrn Peter und Herrn Guse zur NDSM-Werft, wo mit ein, zwei Bieren die Woche seinen würdigen Abschluss fand. Am Samstagnachmittag erreichten wir schließlich nach einer langen Busfahrt pünktlich und unversehrt Frankfurt wieder.

Leonie Klumpen