Wie werde ich ein guter Sensoriker?

Neuer Fachschul-Jahrgang gestartet

Samstagsunterricht im 3. Stock des Westgebäudes: Reges Treiben im Sensorikraum und der angrenzenden Küche. Die Studierenden des neuen Jahrgangs der Fachschule für Lebensmitteltechnik lernen Prüfmethoden der Sensorik kennen und überprüfen ihre eigenen Fähigkeiten als Testpersonen.

Erste Lernsituation

„Sie haben die Chance genutzt und sind in der neu gegründeten Abteilung Qualitätskontrolle eines lebensmittelproduzierenden Unternehmens als Assistenz der Abteilungsleitung gestartet. Nun müssen Sie sich intensiv in die sensorische Untersuchung von Lebensmitteln einarbeiten“.

Erste Herausforderungen wollen gemeistert werden

Für die neuen Studierenden bedeutet das als erstes, ihre eigene Eignung als Sensoriker zu überprüfen. Später obliegt es ihnen zu entscheiden, wer für ein Sensorik-Panel geeignet ist. Ein solches besteht aus einer Gruppe von Prüfpersonen, die an sensorischen Prüfungen teilnehmen. Die geschulten* Prüferinnen und Prüfer beurteilen das Aussehen, den Geruch und Geschmack sowie die Konsistenz von Lebensmitteln.

Die ersten sensorischen Tests

Wo liegen meine eigenen Reizschwellen? In Geschmacksschwellen- und Geruchsprüfungen ermitteln die Studierenden zunächst ihre Sensitivität bei der Wahrnehmung der Grundgeschmacksarten süß, sauer, salzig, bitter und umami sowie der Primärgerüche. Im Anschluss an die  konzentrationsintensiven Prüfungen, erfolgt die Auswertung der Prüfungsergebnisse.

 

*  DIN EN ISO 8586:2014-05
Unter „Sensorikern“ werden zur Prüfung ausgewählte Prüfer verstanden, die aufgrund ihrer nachgewiesenen sensorischen Empfindlichkeit der Sinneswahrnehmungen, ihrer durchlaufenen Schulungen sowie der vorhandenen Erfahrungen und ihres Langzeitgedächtnisses hinsichtlich der sensorischen Prüfung nachweislich in der Lage sind, verschiedene Prüfmaterialien widerspruchsfrei, zuverlässig und wiederholbar (gute Wiederholpräzision) sensorisch zu beurteilen.“ aus: DLG-Expertenwissen 7/2017: Praxisleitfaden zur Panelschulung, S. 2

Fotos: Dr. Frank Krause, Sabine Stubbe