Viele verschiedene Typen

Studierende der Fachschule besichtigen Philippi-Mühle

405, 550, 812 oder 1050? Nicht nur Wissenswertes über die Eigenschaften unterschiedlicher Mehltypen sondern auch Informationen zur Vermahlung von Getreide sowie zur Produktion und Qualitätskontrolle von Mehlen konnten die Studierenden der Fachschule für Lebensmitteltechnik am vergangenen Samstag direkt in einer der zwölf inhabergeführten Mühlen in Hessen erfahren. Seniorchef Volker Philippi und sein Sohn Patrick, der die Philippi Mühle zukünftig in siebten Generation übernehmen will, führten die angehenden Lebensmitteltechnikerinnen und -techniker durch ihren Betrieb in Schöneck-Büdesheim und beantworteten die Fragen der wissbegierigen Studierenden.

Der Mühlenbetrieb

• Seit wann gibt es Ihre Mühle?
Erstmals erwähnt wurde sie bereits 1331 und 1848 von Georg Martin Philippi gekauft.

• Woher beziehen Sie das Getreide und wie viele Tonnen produzieren Sie?
Das Getreide stammt aus der Region. Jährlich verarbeiten wir bis zu 9.000 Tonnen Getreide verarbeitet.

• Welche Getreide werden hier verarbeitet?
Wir verarbeiten ausschließlich Weizen und Roggen.

Produktion und Qualitätskontrolle

• Welche Verarbeitungsschritte sind erforderlich, um Qualitätsprodukte zu erzeugen?
Man unterscheidet grundsätzlich die Prozesse Reinigung und Vermahlung des Getreides. Erstere beginnt mit der sogenannten Schwarzreinigung im Aspirateur bei der Getreideanlieferung. Es folgt die Weißreinigung im Steinausleser, Trieur, in der Scheuermaschine sowie durch Magneten. Anschließend erfolgen die Schrot- und Mahl- und Siebvorgänge.

• Welche Analysen werden am Standort durchgeführt?
Es werden unter anderem der Sedimentationswert und Proteingehalt, die Feuchte und das Hektolitergewicht bestimmt. Darüber hinaus führen wir sensorische Prüfungen durch.

• Welche Kriterien bestimmen die Produktqualität maßgeblich?
Die Höhe des Protein- und Aschehaltes sowie die Feuchtigkeit des Produktes.

 

Ein herzliches Dankeschön an die Klassen LM2017 und QM2019. Die Gewinnauslosung folgt… 😉

 Fotos: Anastasia Philippi, Sabine Stubbe