Tropische Tausendsassa

In der Grünen Schule: Konditoren und Bäcker erkunden Nutzpflanzen und Gewürze

Als Baumaterial, Brennstoff, Kosmetik, Arznei- oder Nahrungsmittel – Nutzpflanzen aus den Tropen und Subtropen begegnen uns überall in ihren vielfältigen Verwendungen. Einen Einblick in die beeindruckende Pflanzenvielfalt zwischen dem nördlichen und südlichen Wendekreis verschaffen sich angehende Konditoren und Bäcker der Klasse 10BC in der Grünen Schule im Frankfurter Palmengarten.

Kokosnüsse: Die zweitgrößten Samen der Welt

Sie wird bis zu 30 Meter hoch und viele verbinden sie mit Traumständen und Exotik, die Kokospalme. Besonders ihre Früchte, die Kokosnüsse, machen die Kokospalme (Cocos nucifera) zur Nutzpflanze par excellence: Kokoswasser ist ein erfrischendes Getränk, Kokosfleisch schmeckt pur oder getrocknet und geraspelt, Kokosöl verfeinert Speisen und aus den robusten Kokosfasern besteht so manche Fußmatte.

Cochenillerot: Oder Feigenkaktus und Läuseweibchen

Gibt es Lebensmittelfarbstoffe tierischer Herkunft? Ja, das „Echte Karmin“ oder auch Cochenillrot, das zum Färben von Süßigkeiten, Konfitüren als auch Spirituosen und Wurst eingesetzt wird, stammt von weiblichen Schildläusen und ist damit tierischen Ursprungs. Aber was suchen Schildläuseweibchen im Palmengarten? Diese gibt es im Tropicarium tatsächlich nicht zu bestaunen, wohl aber die Pflanze, aus deren Saft die hungrigen Insekten den Ausgangsstoff für die Farbstoffproduktion saugen: Den Feigenkaktus.

Afrikanischer Affenbrotbaum: Meisterhafter Wasserspeicher und was er  sonst noch zu bieten hat

Die schlauen Elefanten in der afrikanischen Savanne wissen den Affenbrotbaum oder Baobab besonders in der monatelangen Trockenheit sehr zu schätzen. In seinem bis zu 12 Meter dicken Stamm kann diese charakteristische Baumart während der Regenzeit enorme Mengen Wasser aufnehmen und speichern. Elefanten gelingt es mit ihren Stoßzähnen, die Wasservorräte des Baumes anzuzapfen.  Manchmal entstehen dadurch richtige Baumhöhlen, die wiederum von Menschen genutzt werden. Die Baobab-Früchte schmecken sauer, was an ihrem relativ hohen Gehalt an Ascorbinsäure (Vitamin C) liegt. „Superfood“-Liebhaber nutzen das getrocknete Fruchtfleisch in pulverisierter Form für Smoothies oder Müslizutat.

Aber auch die anderen Pflanzen und Gewürze, die an diesem Freitagmorgen auf dem Programm der Führung durch die Gewächshäuser im Palmengarten stehen, wecken das Interesse der 22 Auszubildenden im Konditoren- und Bäckerhandwerk. Hoch im Kurs stehen Zimt, Vanille und als Nutzpflanze Aloe Vera. Und die Klassenlehrerin? Evi Neuschaefer schwärmt von Vanille, da sie so angenehm duftet und in der Backstube häufig zum Einsatz kommt. „Und meine favorisierte Nutzpflanze ist die Kokospalme“, verrät die Konditormeisterin und fügt hinzu: „Kokos ist so lecker!“.

Wissens-Quiz: Wie gut kennst du dich aus?

  1. Aus welcher Familie stammt der Kardamom?
    1. Aus der Familie der Ingwergewächse.
    2. Aus der Familie der Knöterichgewächse.
    3. Aus der Familie der Nachtschattengewächse.
  2. Wozu wird die Kokosnuss gezählt?
    1. Zu den Nüssen.
    2. Zu den Beeren.
    3. Zu den Früchten.
  3. Vanille ist eine…
    1. Kletterorchidee.
    2. Cymbidium-Hybride.
    3. Palmenart.

Nina P., 10BC

Senden Sie Ihre Antwort per Mail an sabine.stubbe@bergiusschule.de.  Einsendeschluss ist der 28.02.2019. Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir eine kleine Gewürz-Überraschung!

Fotos: Evi Neuschaefer, Sabine Stubbe