Dr. Frank Krause ist neuer stellvertretender Schulleiter

Ein Portrait

In den vergangenen Tagen ist Frank Krause viel durch die Schule geturnt. Er hat Mitarbeiter einer IT-Firma, die die PCs der Schule warten, betreut, sich in seinem Büro eingerichtet und natürlich am Stundenplan für das kommende Schuljahr gefeilt. Am 1. August wurde der agile Studiendirektor mit der Wahrnehmung der Dienstobliegenheiten eines stellvertretenden Schulleiters einer beruflichen Schule mit mehr als 360 Schülerinnen und Schülern betraut. Kurz: Dr. Frank Krause ist unser neuer stellvertretender Schulleiter.

Er kennt die Bergiusschule aus dem Effeff
Frank Krause kennt unsere Schule wie ein Room Devision Manager seine Zimmer und die Rezeption. Der 44-jährige Studiendirektor aus Frankfurt am Main hat 2001 seine Ausbildung zum Restaurantfachmann im Schlosshotel Kronberg und der Saalburgschule in Usingen abgeschlossen, als Commis de Rang im Sheraton Frankfurt Airport gearbeitet, bevor er fürs Studium vom Main an die Lahn umzog. In Gießen studierte er bis 2005 Oecotrophologie, Fachrichtung Ernährung, und parallel dazu vier Semester Lehramt für berufliche Schulen. Nach dem Diplom und dem ersten Staatsexamen promovierte er bei Professor Elmar Schlich und verfasste seine Dissertation über die „Energetische Bewertung verschiedener Prozessketten am Beispiel Rindfleisch“. Dafür reiste der sprachgewandte Gourmet auch nach Argentinien, um seine Studien im Land der Rindersteaks abzurunden. Bald nach der Rückkehr nach Frankfurt begann für Frank Krause im Sommersemester 2008 das Referendariat und damit seine Zeit an der Bergiusschule. Schon als Lehrkraft im Vorbereitungsdienst und seit 2010 als Studienrat unterrichtete er im Lernfeld und im Unterrichtsfach Biologie in Hofa- und Refa-Klassen, in der BFS und in der Fachschule für Lebensmitteltechnik. Es folgten die Beförderung zum Oberstudienrat (2017) sowie seine Tätigkeit als Ausbilder am Studienseminar Frankfurt. Bereits ab 2011 engagierte sich Frank Krause im Kriseninterventionsteam unserer Schule, im Verein zur Förderung der Bergiusschule und war sieben Jahre lang Sicherheitsbeauftragter.

Von Doktor K. zu Doktor K. 
Herausfordernd findet Frank Krause seine neuen Aufgaben als stellvertretender Schulleiter dennoch. Die Vielfalt der Aufgaben erfüllt den Tausendsassa mit Respekt. Und auch wenn er noch nicht abschätzen kann, was er in dem Zeitbudget – und ein Tag hat nun mal nicht mehr als vierundzwanzig Stunden – alles schaffen kann, sagt er sich als erfahrener Pädagoge und Kenner der Gastronomie und Hotellerie: “Alle kochen nur mit Wasser“. Mit den Finessen der Lehrer-Schüler-Datenbank, kurz LUSD, und der Stundenplanung auf WebUntis, hat sich Dr. Frank Krause bereits im vergangenen Schuljahr vertraut gemacht. Während der Übergabe durch seinen Vorgänger Dr. Paul Koszuszeck war er überrascht, dass die Stundenplanung noch wesentlich vielfältiger ist, als er gedacht hatte. Insbesondere einige Teilzeitschulformen mit Wechsel- und Blockwochen machten die Stundenplanung nicht einfach.

Was ihm wichtig ist
Einen passablen Stundenplan für Schülerinnen/Schüler und Kolleginnen/Kollegen, das ist es, was der neue stellvertretende Schulleiter als allererstes auf die Reihe kriegen möchte. Der eloquente Frankfurter wünscht sich ein fruchtbares Miteinander mit allen Mitgliedern der Schulleitung und eine offene, verständnisvolle Kommunikation in der gesamten Schulgemeinde. Genussvoll, weltoffen und zukunftsorientiert ist nicht nur der Leitsatz der Bergiusschule sondern auch das Motto ihres stellvertretenden Schulleiters. „Wenn Lernende, Lehrende, Schulleitung, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Schulsekretariat, Schulhausverwalter und Beratungsfachkräfte der GJb kooperieren und immer wieder nach Verständnis füreinander streben, dann läuft Schule“, da ist er sich sicher. Und was macht ein Studiendirektor als Ausgleich zu LUSD, WebUntis und Stundenplanung? Für Frank Krause gibt und gab es nie nur Schule. Er praktiziert Yoga, singt im Chor und dreht seine Runden im Stadionbad, bis ein Gewitter oder der Schwimmmeister ihn zum Badeschluss aus dem Wasser holt. Und danach trifft man ihn vielleicht noch unterwegs an – in Sachen Genuss und Kultur in Sachsenhausen oder Hibbdebach.

Foto: Sonja Steppich