Besuch des Hessischen Landtags

Im Politik- und Wirtschaftunterricht der Klasse 11 FOA2 äußerten viele Schülerinnen und Schüler den Wunsch, unbedingt mal ein Parlament besuchen zu wollen. Die Bundestagswahl und damit der Bundestag wurden zuvor ausführlich im Unterricht behandelt. Am 28. Oktober steht in Hessen die Landtagswahl an, sodass die Entscheidung auf den Hessischen Landtag in Wiesbaden fiel.

Nachdem die Klasse die kulinarischen Spezialitäten der Wiesbadener Gastronomen genießen konnten, startete der Besuch des Landtags mit einer ausführlichen Sicherheitskontrolle sowie einem Vortrag über die Aufgaben und Funktionen des Landtags, des Gesetzgebungsprozesses und der Zusammensetzung des Finanz-Haushalts in Hessen. Danach konnten wir an der 129. Plenarsitzung auf der Besuchertribüne direkt neben den Vertretern der hessischen Presse teilnehmen. Dort sprach unter anderem die Abgeordnete Nancy Faeser (SPD) auf Seiten der Opposition über die vorher verlesene Regierungserklärung des Hessischen Innenministers Peter Beuth (CDU) zum Thema „Sicherheit braucht Verantwortung“. Die spannende Diskussion, die wegen vieler Zwischenrufe sehr hitzig verlief, handelte unter anderem von dem Sicherheitsgefühl der Hessischen Bürgerinnen und Bürger sowie der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik. Weiteren Aussprachen konnten wir nicht folgen, da uns die Möglichkeit gewährt wurde, ein persönliches Gespräch mit Mitgliedern des Landtags zu führen. Konkret standen unseren Fragen je eine wissenschaftliche Mitarbeiterin der DIE LINKE-Fraktion und der FDP-Fraktion sowie Turgut Yüksel (SPD, MdL), Martina Feldmayer (stellvertretende Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN-Fraktion im Landtag) und Michael Boddenberg (Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag) Rede und Antwort. Die Abgeordneten berichteten uns von ihrem Alltag als Mitglieder des Landtags, von ihren politischen Visionen und stellten sich auch ganz persönlichen und kritischen Fragen, beispielsweise ob sie schon einmal Nachteile durch ihre Arbeit hatten, wie sie überhaupt zur Politik gekommen sind, ob sie auch Schulen besuchen und ob und wie sie ihrem Auftrag, junge Menschen von Politik zu begeistern, nachkommen. Allerdings kamen auch so kritische Fragen, warum sie als Praktikanten kein Geld bekommen obwohl sie häufig genug eine vollständige Arbeitskraft ersetzen.

Frauke Matthes und Sebastian Guse