Kräutergarten

22. August 2018

Lust am Gärtnern?

Früchte des Sommers entdecken und genießen

Betrachten, fühlen, riechen und schmecken – was Schülerinnen und Schüler im vergangenen Frühjahr gesät und gepflanzt haben, wartet jetzt darauf geerntet, verarbeitet und genossen zu werden. Das Foto zeigt die Ausbeute eines kleinen Gartenrundgangs der Klasse 10KÖ3. Die Schülerinnen und Schüler haben aber nicht nur verschiedene Sorten Rispentomaten geerntet, sondern auch Eisenkraut, Erberraute (besser bekannt als „Cola-Kraut“) sowie die sieben Kräuter der Frankfurter Grünen Soße sensorisch kennengelernt.

Neben den gewünschten, angepflanzten Kräutern, dem Gemüse und den Früchten haben sich über die Sommerferien aber auch einige ungewünschte Pflanzen breit gemacht. Damit unsere Nutzpflanzen wieder voll im Licht stehen und weiter gut gedeihen können, sind helfende Hände gefragt.

Interessiert dich das Gärtnern? Du bist herzlich willkommen im „Essbaren Schulgarten“ der Bergiuschule! Melde Dich bei: jan.skrodzki@bergiusschule.de

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14. Juni 2018

Umweltwettbewerb: Zweiter Platz für den essbaren Schulgarten

Souveräne Präsentation begeisterte die Jury

„Besonders überzeugt hat uns die tolle Begrüßung, die souveräne Präsentation der einzelnen Projekte und die Tatsache, dass alle Schülerinnen und Schüler unsere Fragen so gut beantworten konnten“, begründet Katharina Deller von der Stiftung der Frankfurter Sparkasse 1822 die Entscheidung der Jury. Bevor sie zur Preisverleihung schreitet, zeigt sie den knapp 200 Gästen, die heute Vormittag im Vortragssaal der Frankfurter Sparkasse zusammengekommen sind, Fotos von den Siegerprojekten im Schulgarten der Bergiusschule: Kartoffelpflanzen „Vom Acker auf den Teller“, junge Weinreben „Weinbau – Kultivierung von Reben zur Gewinnung von Trauben und zur Herstellung von Wein“, die Kräuterspirale „Die Kräuter wollen hoch hinaus“ und „Pflanzen mit Migrationshintergrund: Neophyten im Kräuterbeet“.

Jennifer Schmidt (11RF1), Yusef Soltani, Aleksander Evtimov, Noah Dziewinski (alle 10FK2), Omar Mohamed und Leonardo Valente (beide 10BFS2) und Osmah Karakas (10BzB) nehmen schließlich die Gratulationen von Katharina Deller entgegen und bekommen den 2. Preis des Umweltwettbewerbs „1822-Schule und Natur“ in der Kategorie Großprojekte überreicht: Einen Scheck über 350 Euro, eine Urkunde und jede Menge Samenbomben, damit der Schulgarten auch im kommenden Jahr wieder richtig schön grünt.

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18. Mai 2018

Jury wird mit Spannung erwartet

An einem sonnigen Dienstag im April kündigt sich Besuch auf dem Schulhof der Bergiusschule an. Mitarbeiter von „Umweltlernen in Frankfurt e.V. – Nachhaltigkeit lernen“ entladen ihren Kleintransporter vor unserem „Essbaren Schulgarten“. Kurze Zeit später fragt sich der interessierte Betrachter: „Was entsteht da denn für ein Holzgerüst?“.

Markus Steinmetz, Fachlehrer und Koordinator, weiß die Antwort: „Das ist ein Rankgerüst für Weinreben.“ Zusammen mit der Klasse 10BFS2 der Berufsfachschule hat er nach Fertigstellung des Gerüstes die Rebsorten Müller-Thurgau, Riesling und Spätburgunder gepflanzt. „Riesling und Spätburgunder liefern die absoluten Spitzenweine im Rheingau, Müller-Thurgau ist eine Volumensorte“, erläutert der Restaurantmeister und wird nun gemeinsam mit seinen Schülerinnen und Schülern gespannt das Gedeihen der Reben auf dem Schulhof beobachten.
Aber das ist längst nicht alles, was neuerdings im Schulgarten wächst beziehungsweise bald sprießen wird: Angehende Restaurantfachleute der Klasse 11RF1 haben sich zusammen mit ihrer Lehrkraft Juliane Bergmann dem Thema „Pflanzen mit Migrationshintergrund: Neophyten im Kräuterbeet?“ beschäftigt und für mehr Farbe im Schulgarten gesorgt.

Auszubildende zur Fachkraft im Gastgewerbe haben sich mit ihrem Fachlehrer Jan Skrodzki dem Thema „Die Kräuter wollen hoch hinaus – Bau und Bepflanzung einer Kräuterspirale“ gewidmet. Mit ganzem Körpereinsatz haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse von Susanne Allert (10FK2) in Kooperation mit dem Grünflächenamt eine Kräuterspirale gebogen, gehämmert, gesteckt und anschließend mit einer Kräutervielfalt bepflanzt. Der Stolz nach getaner Arbeit zeigt sich in den glücklichen Gesichtern der Schülerinnen und Schüler der Klasse.

Aber auch unter der Erde tut sich einiges. Die Schülerinnen und Schüler des aktuellen Bildungsgangs zur Berufsvorbereitung (BzB) haben zusammen mit Fachlehrer Skrodzki das Projekt „Vom Acker auf den Teller – rund um die Kartoffel“ ihrer Vorgängerklassen weitergeführt und neue Kartoffeln gepflanzt. Die Ernte der Erdäpfel werden sie im kommenden Herbst wiederum ihrer Nachfolgerklasse überlassen.

Alle Akteure zusammen werden mit ihren Projekten rund um den „Essbaren Schulhof“ am Umweltwettbewerb „1822-Schule und Natur“ der Stiftung der Frankfurter Sparkasse 1822 teilnehmen. Am 24. Mai 2018 wird es noch einmal spannend für alle beteiligten Schülerinnen und Schüler: An diesem Tag werden sie ihre Arbeiten der Stiftungsjury präsentieren. Die Schulgemeinde drückt ihnen dafür natürlich die Daumen.

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Schuleigener Kräutergarten neu belebt

Unsere Schulgebäude wurden bis Ende 2015 kernsaniert, daher war die ganze Schule in einen Containerstandort am Mühlberg ausgelagert. In dieser Zeit konnte der Schulkräutergarten mitten in der Baustelle nicht gepflegt werden und war nach unserem Rückzug an den Frankensteiner Platz nicht mehr wieder zu erkennen.

Nachdem der Umzug im Frühjahr 2017 vollbracht und sich die Schulgemeinde in den neu sanierten Gebäuden eingelebt hatte, begannen wir mit der Wiederanlage des essbaren Schulgartens. Zunächst waren grundlegende Bepflanzungen und Anlagen vorzunehmen. Diese Phase haben wir genutzt, um Erfahrungen aus den Jahren 2005 bis 2012 Revue passieren zu lassen, zu überdenken, Gutes wiederherzustellen und wiederum anderes besser zu machen.

Am 23.02.2017 hat sich eine Arbeitsgruppe (AG) mit der Schulleitung getroffen, um die Wiederanlage zu planen: Wie soll der Garten in das Schulgesamtkonzept integriert und genutzt werden? Wer kümmert sich mit welchen Schulformen und welchen Klassen um welchen Part? Gibt es die Möglichkeit eine AG ins Leben zu rufen, die alle Schulformen und alle Schülerinnen und Schüler anspricht und dadurch ein festes Schulgarten-Team der Willigen und Interessierten entsteht? Welche Mittel, welcher Unterstützung bedarf es, welche gibt es?

Die Lehrkräfte Juliane Bergmann, Stefan Regenfuß und Jan Skrodzki gründeten die Arbeitsgemeinschaft „Essbarer Schulgarten“ und starteten mit den Vorarbeiten. Gerätschaften und Arbeitsmaterialien mussten benannt, Angebote eingeholt und schließlich so einiges besorgt werden. Der neue, anfänglich noch leere Geräteschuppen bekam endlich seine Aufgabe und wurde gefüllt.

Die engagierten Kolleginnen und Kollegen ließen sich durch die Diplombiologin Frau Peukert fachlich beraten und teilten die sechs auf dem Schulhof angelegten Gartenfelder ein und zu. Nun konnte es losgehen:

Die Projekte

  • „Grüne Soße“,  Klasse 10BFS1,  Schuljahr 2016/17  von Stefan Regenfuß

Die Schüler und Schülerinnen der Klasse 10 BFS 1 haben eine Infobroschüre erstellt (Geschichte, Kräuterbeschreibung, Rezepte usw.), die Kräuter in unserem Schulkräutergarten angepflanzt und verschiedene „Grüne Soße“-Varianten gekocht. Mit dem Projekt hat die Klasse am Wettbewerb (1822-Schule & Natur) mit Erfolg teilgenommen.

Die Jugendlichen lernten traditionelle Gerichte ihrer Stadt mit allen Sinnen kennen und genießen. Von der theoretischen Auseinandersetzung über die praktische Bepflanzung des „Essbaren Schulgartens“ bis hin zur kulinarischen Verkostung. Kenntnisse über Herkunft, Anbau, Pflege, Besonderheiten und Verwendungsmöglichkeiten der sieben Kräuter wurden erworben. Des Weiteren wurde durch den Anbau die Eigenverantwortlichkeit gefördert und Scheu im Umgang mit „schmutzigen Arbeiten“ verringert. Innerhalb der Klasse und durch die Kooperation mit der Parallelklasse wurde die Teambildung auch klassenübergreifend gestärkt.

  • Urban Gardening

Juliane Bergmann nahm sich einer Parzelle an: Eine Berufsschulklasse, angehende Restaurantfachleute, hat sich im Politikunterricht das Thema „Urban Gardening“- welche gesellschaftliche Relevanz hat dies in unseren Städten?“ betrachtet und ganz praktisch umgesetzt. Hierzu wurden die für Bar-  und Restaurantbetriebe üblichen Kräuter ausgewählt und angepflanzt. Im Weiteren hat sich nicht nur diese Klasse, sondern die ganze Schule an den Ergebnissen gefreut und sie im Schulbetrieb nutzen können.

  • Vom essbaren Schulgarten auf den Teller“

Die Schülerinnen und Schüler des BzB widmeten sich dem eigenen Anbau von Kartoffeln. Die Klasse des Schuljahres 2016/17 bereitete eines der sechs Gartenfelder vor, um Kartoffeln zu pflanzen und diese dem zukünftigen BzB zu übergeben, die diese dann Ende September 2017 ernten und zu Pommes Frites verarbeiten würden (siehe auch Vom Acker auf den Teller“).

Für das laufende Schuljahr 2017/18 bekommen wir unter anderem Unterstützung durch „Umweltlernen Frankfurt e.V.“, einem Verein innerhalb des Stadtschulamtes der Stadt Frankfurt. Sie haben es sich zum Ziel gemacht, Schulen und ihren aktiven Schulgemeinden zu helfen, nachhaltige Nutzung der Schulhöfe und deren Grünanlagen zu planen, Mittel und Ressourcen zur Verfügung zu stellen und das tatkräftig auch umzusetzen.

Geplant ist, heimische ausgesuchte Weinstöcke an passenden Spalieren so anzupflanzen, dass auch in absehbarer Zeit eine Lese möglich wird. Der Restaurantfachbereich, vertreten durch Markus Steinmetz, Kollegen und Kolleginnen sowie die Schülerinnen und Schüler der gastronomischen Ausbildungsberufe begleiten diesen Teil.

Für die schuleigene Brauerei soll Hopfen angebaut werden. Der Ertrag kann sich dann in den nächsten Brauvorgängen auch geschmackvoll wiederfinden.

Eine in den Jahren 2005 bis 2012 bereits vorhandene Kräuterspirale soll wieder ihren nutzbaren und auch optisch bereichernden Platz bekommen.

Wohin mit allen Gartenabfällen? Dies wollen wir mit Hilfe zweier Kompostanlagen lösen.

Und so soll es in den kommenden Schuljahren mit den zukünftigen Schülerinnen und Schülern und noch mehr Ideen weitergehen. Zum Beispiel könnte eine informative Beschilderung die selbsterklärende Nutzung für alle möglich machen und Jungpflanzen könnten in einem eigenen Hochbeet angezogen werden.

Auch ist eine Kooperation mit der www.Gemueseackerdemie.de ab dem Schuljahr 2018/19 in Vorbereitung.

Durch den neuen Schulgarten können sowohl der Fach- als auch der allgemeinbildende Unterricht an der Bergiusschule bereichert werden. Naturkreislauf und Nachhaltigkeit werden ganzheitlich an einzelnen Beispielen erfahrbar.

Unser Wunsch ist, dass der „essbare Schulgarten“ so zum „essbaren und erfahrbaren Schulhof“ wird. Nutzung und Pflege erhöhen die Achtsamkeit und Identifikation und tragen somit zu einer angenehmen Schulatmosphäre bei. Wer unterstützen und mitgestalten möchte meldet sich bitte bei

Jan Skrodzki und Stefan Regenfuß