Beratung in Problemlagen

Beratungsteam W5

Im Leben ist man immer wieder mit schwierigen Situationen konfrontiert, in denen klare Entscheidungen aus eigener Kraft besonders schwer fallen, Freunde und Familie nicht weiterhelfen können.

In einer solchen Situation bietet das W5-Team individuelle Beratung. Gemeinsam mit den Ratsuchenden werden Handlungsmöglichkeiten und neue Perspektiven entwickelt.

Beratungsschwerpunkte:

Ausbildungsplatz und Schule

  • Schul- und Prüfungsangst
  • Ausbildungsplatzwechsel
  • Leistungstief
  • Mobbing
  • Konflikte mit Kollegen,
    Lehrkräften oder Vorgesetzte
  • Stalking

Gesundheit

  • Essstörungen
  • Riskanter Drogenkonsum
  • Selbstverletzung
  • Alkoholprobleme
  • Spiel-/Onlinesucht
Familie und Freizeit

  • Familie & Partnerschaft
  • Schwangerschaft
  • Wohnen
  • Gewalt
  • Krisen
  • Geldsorgen/-probleme
  • Internet
  • Überlastung
  • Trauer

Ämter

  • Aufenthaltsrecht
  • Hartz IV
  • Polizei
  • Gericht

Die Mitglieder des W5-Teams beraten in einem geschützten, vertraulichen Rahmen und vermitteln auf Wunsch in ärztliche oder therapeutische Behandlung und stellen Kontakte zu Behörden, Beratungsstellen und Hilfsorganisationen her.

Alle Mitglieder des W5-Teams haben sich seit Jahren in Fort- und Weiterbildungen sowie Supervisionen für diese Aufgaben qualifiziert und bilden sich ständig weiter.

Zur individuellen Terminvereinbarung kann im Sekretariat oder im Lehrerzimmer nach dem W5-Team gefragt werden. Auch die Kontaktaufnahme über den Klassenlehrer ist möglich.

Suchtvereinbarung

Der Bergius-Schule in Frankfurt am Main zum Umgang mit Drogen konsumierenden Schülern

Diese Vereinbarung dient dem Umgang mit Fällen von Suchtmittelgebrauch bzw. Suchtmittelmissbrauch, die sich auf den schulischen Bereich auswirken. Durch die „Sucht“vereinbarung werden notwendige Konsequenzen beim Vorgehen in Einzelfällen festgelegt, die zu einer wirkungsvollen Vermittlung von Hilfsangeboten für die Betroffenen führen sowie das schulische Umfeld schützen sollen. Sie versteht sich als Hilfestellung für die direkt betroffenen Schülerinnen und die verantwortlichen Lehrkräfte der Bergius-Schule, darüber hinaus dient sie dem Schutz aller Schülerinnen der Schule.
Unter Suchtmitteln versteht diese Vereinbarung Alkohol und illegale Drogen.

1. Stufe

Gesprächsteilnehmende:
Schüler/ in
Lehrkraft, die mit dem Problem konfrontiert wurde oder
Klassenlehrerin oder Lehrkraft, welche der Schüler bzw. die Schülerin benennt

  • Verhaltensauffällige Schülerinnen werden bemerkt und angesprochen, der/die Klassenlehrer/in wird informiert.
  • Entsteht ein Verdacht auf Suchtmittelmissbrauch, führt der /die Klassenlehrer/in oder eine Lehrkraft, welche der/die Sch. benennt, ein erstes Gespräch mit dem/der betroffenen Schüler/in. Ein Gespräch mit einer Beratungslehrkraft wird empfohlen.
  • Gleichzeitig wird erwartet, dass sich der/die Sch. um eine Verhaltensänderung bemüht, wobei er über die weiteren Stufen der Suchtvereinbarung informiert wird.
  • Ein erneutes Gespräch mit dem/der Klassenlehrer/in (oder Lehrkraft, die der Sch. benennt) wird vereinbart.
  • Es erfolgen keine Sanktionen.

2. Stufe

Gesprächsteilnehmende:
Schüler/ in
Klassenlehrerin oder Lehrkraft, welche der/die Sch. benennt Beratungslehrkraft der Schule
Schulleiter
Ggf. Erziehungsberechtigte
Auf Wunsch Person(en) des Vertrauens des/der Sch. (wahlweise auch SV-Vertreter oder Verbindungslehrkraft)

  • Dem/der Sch. gegenüber wird festgestellt, dass er/sie Stufe 1 der Suchtvereinbarung nicht eingehalten hat.
  • Es wird erneut gefordert, das Verhalten zu ändern. Eine dreimalige Gesprächsauflage bei der Beratungslehrkraft dient zur Unterstützung im Bemühen des/der Sch. um Verhaltensänderung.
  • Der/die Sch. Wird über die möglichen Konsequenzen seines/ihres unveränderten Verhaltens informiert( z.B. Entfernung aus dem Unterricht für den Schultag nach § 82 (2) Nr. 1 des Hessischen Schulgesetzes ).
  • Die im Gespräch getroffenen Vereinbarungen werden schriftlich festgehalten und von allen Gesprächsteilnehmern unterschrieben. Die Klassenlehrkraft wird informiert.
  • Erfolgt im vereinbarten Zeitraum keine Verhaltensänderung, tritt Stufe 3 in Kraft.

3. Stufe

Gesprächsteilnehmende:
Schüler/ in
Beratungslehrkraft
Schulleiter
Ggf. Verbindungslehrkraft/Klassenlehrkraft/Erziehungsberechtigte

  • Es erfolgt die Entfernung aus dem Unterricht für den Schultag nach§ 82 (2) Nr.1 des Hessischen Schulgesetzes und ein unmittelbarer Austausch mit dem Ausbilder.
  • Der unverzügliche Besuch einer entsprechenden Facheinrichtung wird verbindlich verlangt und eingeleitet.
  • Im Rahmen einer Rechtsbelehrung wird auf§ 82 (2) Nr. 6-8 des Hessischen Schulgesetzes hingewiesen und die Möglichkeit eines Schulausschlusses unter Einbeziehung des Ausbilders angedroht, wenn keinerlei Hilfsangebote angenommen wurden bzw. Verhaltensänderungen erkennbar sind.
  • Die im Gespräch getroffenen Vereinbarungen werden schriftlich festgehalten und von allen Gesprächsteilnehmern unterschrieben.

4. Stufe

Gesprächsteilnehmende:
Schüler/ in
Beratungslehrkraft
Schulleiter
Ggf. Verbindungslehrkraft/Klassenlehrkraft/Erziehungsberechtigte
Ggf. Ausbilder

  • Wurden die Vereinbarungen von Stufe 3 nicht eingehalten, so werden Erziehungs – und Ordnungsmaßnahmen nach § 82 (2) Nr.6-8 des Hessischen Schulgesetzes eingeleitet.
  • Der Ausbilder wird informiert und möglichst dem Gespräch hinzugezogen; die Beendigung des Ausbildungsverhältnisses durch den Ausbilder wird angedroht. Der Schulleiter informiert die Schulaufsichtsbehörde.
  • Hilfsangebote werden wiederholt unterbreitet.
  • Die im Gespräch getroffenen Vereinbarungen werden schriftlich festgehalten und von allen Gesprächsteilnehmern unterschrieben.

5. Stufe

Bei Nichteinhalten verfügter Auflagen erfolgen der Schulausschluss nach § 82 (2) Nr. 6 oder 8 des Hess. SchuIG. im Benehmen mit der Schulaufsichtsbehörde bzw. in Absprache mit dem Ausbilder die Entlassung aus dem Ausbildungsverhältnis durch den Ausbilder.

Anmerkungen

Von diesem Vorgehen kann abgewichen werden, wenn eine entsprechende Erkrankung vorliegt bzw. eine einschlägige Facheinrichtung es empfiehlt.
Wird festgestellt, dass der/die Sch. auf dem Schulgelände oder in unmittelbarer Nähe mit illegalen Drogen handelt, erfolgt unverzüglich das Einschalten der Schulaufsichtsbehörde mit dem Ziel des Schulausschlusses nach § 82 (2) Nr. 6 oder 8 des Hess. SchuIG.
Es erfolgen Fortbildungen für Lehrkräfte und Schülervertretung (Klassensprecher, Tages- und Schulsprecher).